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An der Gründung beteiligt waren:

Bürgermeister         Michael Hochmeister

Hauptmann             Adolf Grienwald

Kurhausverwalter Eduard Brühatschek

Durch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wurde der Wunsch jeder Gemeinschaft verwirklicht, sich gegenseitig zu helfen und zu schützen.

Gegenüber den Städten, die bedingt durch den raschen technischen Fortschritt und den zahlreichen unterschiedlichen Bauwerken, eigens geschulte und hauptberufliche Wehren erhielten, war dies in den Dörfern aus organisatorischen und finanziellen Gründen nicht möglich.

Man besann sich hier auf die alte Idee der freiwilligen Hilfe in der Gefahr, auf die natürliche Stärke guter Nachbarschaft und gewachsener dörflicher Gemeinschaft. Im Unglück wurde jeder zum bereitwilligen Helfer.

Die Freiwillige Feuerwehr war entstanden.

Gerade durch die Freiwilligkeit konnte ein Brand nicht nur rasch gelöscht, sondern der Schaden durch weitere Unterstützung gemildert werden. Nur aus herzlicher Betreuung und Anteilnahme vieler konnte manchen ein neuer Beginn ermöglicht werden.

Vielfach also schlossen sich Freiwillige zusammen und bauten oft mit Zähigkeit und Idealismus eine Wehr auf, die heute, Generationen später, mit modernster technischer Ausstattung wiederzufinden ist, ihr Wesen aber vom gleichen Gedanken wie in den Zeiten der Gründung ableitet. Denn die Freude am Helfen, die spontane Bereitwilligkeit und die Kameradschaft sind heute wie damals das Rüstzeug einer Freiwilligen Feuerwehr.

In den Anfangszeiten der Freiwilligen Feuerwehr Bad Pirawarth wurden die Einsätze meist mit Pferdewägen geleistet und das Wasser mit einem Hydrophor herangeschafft.

1934 konnte die erste Motorspritze angeschafft werden, finanziert durch eine Tombola.

Nach Kriegsende wurde die Motorspritze und sonstiges Material durch die Besatzungsmacht beschlagnahmt. Die Feuerwehr schien einen Nullpunkt erreicht zu haben.

Im Februar 1946 gelang es Josef Zuschmann, Leopold Büchler und Josef Schmitzer, unter Bürgermeister Eisler die Wehr wieder zu gründen und für den Einsatz zu rüsten. Im selben Jahr konnte durch eine Lebensmittelsammlung wieder eine Motorspritze beschafft werden.

1953 kam ein neues Kommando und es wurde eine Sirene installiert. Unter Bürgermeister Eisler begann Kommandant Michael Schmitzer mit dem Neubau des Zeughauses, welches 1956 samt einer neuen Motorspritze eingeweiht wurde.

1971 folgte die dritte Motorspritze, 1973 kam der entsprechende Tragkraftspritzenwagen dazu.

1974 konnten ein Greifzug und zwei schwere Atemschutzgarnituren gekauft werden, 1977 eine weitere Atemschutzausrüstung.

1978 konnte mit Unterstützung von Bevölkerung, Gemeinde und Land das erste Tanklöschfahrzeug TLF 1000 angeschafft werden. Es folgten 2 Funkgeräte und 1979 ein Kommandofahrzeug.

1981 wurden für die Einsätze nach schweren Unwettern und Hochwasser ein Stromaggregat und eine Tauchpumpe gekauft.

Beginn des Zeughauszubaus

(Quelle: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Pirawarth)

1982 Fertigstellung des Zeughauszubaus und Einweihung anlässlich des 100-jährigen Bestandsjubiläums. Der erste FF-Heurige wird abgehalten.

1984 Einsatz beim Grossbrand Stall Purkhauser

1986 Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges, Einsätze nach Unwetter und Überschwemmung von Teilen des Ortsgebietes

1987 Dachstuhlbrand  Haus Gayer

1988 Austausch des Kommandofahrzeuges durch ein Mannschaftstransportfahrzeug

1990 wird erstmals ein gemeinsamer Maibaum händisch am Hauptplatz aufgestellt

Umstellung auf eine landesweite Funkalarmierung und Ankauf von 3 Rufempfängern (Piepserl)

1992 Haussammlung zum Ankauf eines TLFA 2000

1993 Austausch des alten TLF 1000 durch ein TLFA 2000

1994 Anschaffung von weiteren 6 Rufempfängern

1995 Teilnahme am Weltrekordversuch des Abschnitts Gänserndorf  „Längste Schlauchleitung der Welt", Ankauf von 10 weiteren Rufempfängern

1997 Neue Anforderung und Aufgaben durch den Bau und Eröffnung der Klinik Pirawarth

1998 Auf Grund der stark gestiegenen technischen Einsätze Ankauf eines Kleinrüstfahrzeuges mit hydraulischem Bergesatz zur Menschenrettung nach Verkehrsunfällen

1999 Ausrüsten der Mannschaft mit neuen Einsatzanzügen und Helmen, Umstellung auf eine EDV-gestützte Verwaltung

2000 Einrichtung eines zusätzlichen Alarmierungsweges über das Mobiltelefonnetz (SMS), Anschaffung eines Überdruckbelüfters, der von der Klinik Pirawarth finanziert wird. Ankauf von 3 weiteren Atemschutzgeräten. Der erste Jahresrückblick der FF Bad Pirawarth erscheint.

2002 Unwettereinsätze im Ortsgebiet und Hochwassereinsätze im Kamptal

2003 Renovierung von Dach und Fassade des Feuerwehrhauses ausschließlich mit Eigenmitteln

Einsätze zur Personensuche mit Bundesheer, Rotem Kreuz und Hundestaffeln vom Suchhundeverband

2004 Ankauf von 34 Stk. Schutzjacken

2005 Ablegen der Ausbildungsprüfung „Technischer Einsatz" in Bronze,

Einsatz beim Deponiebrand in Hohenruppersdorf

2006 Ablegen der Leistungsprüfung „Löscheinsatz" in  Bronze

Einsätze beim March-Hochwasser in Dürnkrut

2007 Ablegen der Prüfung „Technischer Einsatz" in Silber. Ankauf von 4 Stück Handfunkgeräten mit speziellen Kopfsprechgarnituren.

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